Hätte St. Martin gewollt, dass wir Gänse töten?

Am 11. November jeden Jahres gedenken wir dem Heiligen Martin von Tours. Noch immer wird der Martinstag, der uns an seine barmherzigen Taten erinnern soll, auf Kosten zahlreicher unschuldiger Lebewesen gefeiert. Die „Martinsgans“ gehört an diesem Tag für viele Christen auf den Festtagstisch. Warum wir den Mord an unseren Mitgeschöpfen nicht verantworten können und weshalb Sie kein Gänsefleisch mehr essen sollten, lesen Sie hier.

St. Martin – der Barmherzige für Schwache
Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon

Die Legenden von Sankt Martin berichten von seiner beispielhaften Güte und Barmherzigkeit: Er versorgte die Kranken, half den Armen und stand Hungernden und Bedürftigen zur Seite. Er gilt bis heute als Vorbild christlicher Nächstenliebe. Die wohl bekannteste Legende erzählt von der Begegnung mit einem unbekleideten Bettler. Aus Sorge, dass der Mann erfrieren könnte, schenkte Sankt Martin ihm die Hälfte seines Mantels. In der darauffolgenden Nacht begegnete ihm Jesus im Traum. Gekleidet in der Hälfte des Mantels, die Martin dem Bettler gegeben hatte, sagte Jesus die Worte, die er einst seinen Jüngern verkündete: „Was immer ihr einem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40).

Wer Mitgeschöpfen Leid zufügt, fügt dieses auch Christus zu

Das heutige Martinsbrauchtum soll uns an die Taten Sankt Martins erinnern und uns darauf besinnen, ihm mit gutem Beispiel zu folgen. Indem wir uns unseren Mitgeschöpfen erbarmen, erbarmen wir uns Christus. Indem wir unseren Mitgeschöpfen Leid zufügen, fügen wir Christus Leid zu. Somit widerspricht es dem christlichen Glauben, ein Fest im Namen der Barmherzigkeit zu feiern, für das nicht-menschliche Lebewesen – unsere Tiere – gequält, ausgebeutet und ermordet werden.

Wissenswertes über Gänse
Während der Mastzeit wachsen die Gänse so schnell, dass sie häufig unter der Last zusammenbrechen und nicht mehr aufstehen können.
Während der Mastzeit wachsen die Gänse so schnell, dass sie häufig unter der Last zusammenbrechen und nicht mehr aufstehen können.

Gänse sind liebenswürdige und intelligente Wesen. Sie bleiben ihren Gänsepartnern bis zum Tod treu. Der Verhaltensforscher Prof. Dr. Konrad Lorenz sieht bei Gänsen viele Parallelen zum Menschen, denn auch Gänse fühlen zum Beispiel Trauer, wenn der Partner verstirbt. Die intelligenten Vögel werden in Deutschland jedoch nicht nur am Martinstag gegessen: Ganzjährig werden sie – überwiegend in Frankreich – für die Produktion der sogenannten Foie gras (Stopfleber) zwangsernährt. Allein im Jahr 2012 wurden rund 50 Tonnen Gänsestopfleber aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden in die Bundesrepublik importiert. Umgerechnet entspricht dies circa 53.000 Gänsen. Aber auch Enten müssen für ihre Leber sterben: 30 Tonnen, also etwa 49.000 Enten, wurden gestopft und geschlachtet – und dies, obgleich das Stopfen in Deutschland verboten ist.

2004-Gaense-Foie-Gras-Produktion-034-c-StopGavageZeigen Sie Barmherzigkeit: Bitte essen Sie weder Gänse noch Stopfleber! Probieren Sie doch unser Rezept für einen veganen „Gänsebraten“ und zaubern Sie sich und Ihrer Familie ein himmlisches und tierleidfreies Festtagsessen.

Auf den Punkt gebracht

Ob Hund oder Schwein, Fisch oder Gans: „Die Tiere sind unsere Brüder, die großen wie die kleinen. Erst in dieser Erkenntnis gelangen wir zum wahren Menschentum.“ (Albert Schweitzer)

Starten Sie ein tierfreundliches und veganes Leben – für alle Mitgeschöpfe und die eigene Gesundheit. Hierfür bietet PETA das kostenfreie Veganstart-Programm an.

Mehr Informationen:

Neues Leben in Jesus Christus

Veganstart-Programm

REZEPT: Veganer „Gänsebraten“

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