Wer Fleisch isst, isst das Brot der Armen!

Eine Milliarde Menschen weltweit haben nicht genug zu essen. Jeden Tag sterben Tausende Kinder an den Folgen des Welthungers. Gleichzeitig gibt es heute genügend Nahrungsgüter auf der Welt, um die gesamte Menschheit angemessen ernähren zu können. (1, 2) „Gott hat die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt, ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf dass sie alle seine Mitglieder ernähre“, so Johannes Paul II. (3) Auch Papst Franziskus betont in seiner Enzyklika Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus, dass die Erde ein gemeinsames Erbe sei, dessen Früchte allen zugutekommen müssen. Für die Gläubigen verwandelt sich das in eine Frage der Treue gegenüber dem Schöpfer, denn Gott hat die Welt für alle geschaffen. (4)

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Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen! Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaff dem Bedürftigen und Armen Recht! (Sprüche 31 ,8-9)
„Die Kirche ist darum religiös, moralisch und politisch verpflichtet, auf Strukturen hinzuweisen, die dafür sorgen, dass trotz ausreichender Nahrungsproduktion weltweit so viele Menschen in erbärmlichen Umständen leben.“ (5) Als Christen liegt es in unseren Händen, den Sinn der Schöpfung zu wahren. Wir sind dazu aufgerufen, uns um unsere bedürftigen und Not leidenden Mitmenschen zu kümmern und das Geschenk Gottes – unser Lebenshaus – in Gerechtigkeit zu verwalten. Doch ein Blick in die Realität zeigt, dass wir unserer Pflicht nicht nachgekommen sind. Wir verwehren den weniger entwickelten Völkern Zugriff auf ihre eigenen Güter und Ressourcen, um uns selbst an ihnen zu bereichern. Mit dem Konsum von Fleisch und tierischen Produkten halten wir das Ungleichgewicht zwischen Wohlstands- und Entwicklungsländern aufrecht.

Wie unsere Lebensweise mit dem Hunger in der Welt zusammenhängt
Ein durchschnittlicher Erwachsener verbrennt im alltäglichen Leben etwa 2.000 Kalorien pro Tag durch Bewegung, Verdauung und die Aufrechterhaltung des Organismus. Dasselbe Prinzip gilt auch für Tiere. Von jedem Kilogramm Nahrung, das Tiere aufnehmen, setzen sie nur einen Bruchteil der Kalorien an. Daher müssen Tiere, die für Nahrung gezüchtet und später getötet werden, bis zu 16 kg Getreide essen, um 1 kg Fleisch aufzubauen. (6)
In der EU werden so große Mengen an Fleisch produziert und konsumiert, dass die benötigten Futtermittel wie Soja oder Getreide nicht nur in der EU angebaut, sondern zum großen Teil importiert werden müssen – auch aus Regionen, in denen Menschen Hunger leiden. (7) Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren, da die Ressourcen und Anbauflächen begrenzt sind, ja sogar immer kleiner werden.

Was Sie tun können
„Jeder einzelne [sic!] müsse sich klar machen, wie er zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung beitragen könne. Die Menschen in den reichen Ländern müssten sich von der Überzeugung verabschieden, dass ihre Alltagsgewohnheiten keine Auswirkungen auf die Hungernden weltweit hätten“, so Papst Franziskus. (8)
Die vegane Lebensweise verbraucht nachweislich weniger Ressourcen wie Land oder Wasser als die Herstellung tierischer Produkte und trägt somit aktiv zum Kampf gegen den Hunger in der Welt bei. Verschwenden Sie daher keine Nahrung durch den Konsum tierischer Produkte, sondern stellen Sie Ihren Speiseplan einfach um: Ernähren Sie sich vegan und genießen Sie die Vielfalt pflanzlicher Nahrungsmittel, die uns die Schöpfung schenkt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website www.erkenne-den-zusammenhang.de.
Mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm erhalten Sie nützliche Tipps und leckere Rezepte für Ihren Start in ein menschen- und tierfreundliches Leben – probieren Sie es aus!

Quellen
(1) Welternährungsorganisation (2015): Hunger Portal.
(2) Vetter, Marcus/ Steinberger, Karin (2010): Hunger: Dokumentation über Menschen, die gegen Hunger kämpfen.
(3) Enzyklika Centesimus annus (1. Mai 1991), 31: AAS 83 (1991), S. 831. Zitiert aus: Papst Franziskus: Enzyklika Laudato si. Über die Sorge für das gemeinsame Haus. Rom (24.05.2015), S. 40.
(4) Vgl. Franziskus: Laudato si. S. 39.
(5) Evangelische Kirche in Deutschland (2015): Neue Weichenstellung für Agrarentwicklung und Welternährung. Eine Studie der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung. Hannover, S. 78.
(6) Worldwatch Institute (2004): Meat, now it’s not personal.
(7) Monbiot, George, The Guardian (2002): Why vegans were right all along.
(8) jesus.de

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